Transatlantische Konjunkturdifferenzen
Internationale Investments lohnen sich: Die konjunkturellen Differenzen zwischen Europa und den USA sind groß und wirken sich auf unterschiedliche Märkte, sowie die Geldpolitik aus. Nach der Finanzkrise erholten sich die USA und Europa gleichmäßig. Seit 2011 jedoch konnten die USA fast 8 % mehr Wachstum verzeichnet als der Euroraum. Im Weltvergleich befindet sich diese Entwicklung der USA dennoch im mäßigen Bereich. Einige Faktoren sprechen für eine Fortsetzung dieser Entwicklung: Viele amerikanische Unternehmen haben nach der Finanzkrise eine bessere Weltanpassung bewiesen. Hinzu kommt, dass die Eurokrise noch nicht überwunden ist. Die aktuellen Ereignisse in Bezug auf die Sanktionen gegenüber Russland werden zu keiner Verbesserung dieser Entwicklung führen. Diese transatlantischen Konjunkturdifferenzen haben zahlreiche Auswirkungen auf die Wirtschaft im Allgemeinen und die verschiedenen Märkte: Als Folge einer besseren Konjunktur steigen die Gewinne der amerikanischen Unternehmen maßgeblich schneller als die der europäischen. Die Aktienmärkte in Europa hingegen sind aufgrund der schlechten Konjunktur fragiler. Dies zeigte sich im starken Rückgang des DAX um 8,5 % seit Anfang Juli. Eine weitere Auswirkung stellt das unterschiedliche Preisklima dar: Die Verbraucherpreise stiegen aufgrund der positiveren Nachfrageentwicklung in den USA mit 2,1 % schneller als in Europa. Dessen Preissteigerung halbierte sich sogar seit dem Jahresbeginn. Daraus folgt auch die unterschiedliche Geldpolitik: Die Federal Reserve begrüßt eine strengere Geldpolitik, wohingegen die Europäische Zentralbank versucht die Wirtschaftsaktivität anzukurbeln. Die Auswirkungen auf die Bonds-Märkte sind ebenfalls sehr interessant: In Bezug auf die aktuelle wirtschaftliche Situation ist ein Sinken (oder Gleichbleiben) der europäischen Zinsen und ein Anstieg der amerikanischen Zinsen zu erwarten. Jedoch könnten die Renditen außerhalb der USA ansteigen, da das erwartete Ansteigen der amerikanischen Bonds-Renditen maßgebliche Auswirkungen auf beispielsweise Schwellen- und Entwicklungsländer haben könnte. Zuletzt ist eine Auswirkung auf die Wechselkurse zu erwarten: Der Dollar müsste stärker werden und der Euro dementsprechend schwächer. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sinnvoll erscheint internationale Investments zu tätigen und von einer stärkeren internationalen Risikostreuung zu profitieren. Vor allem die amerikanischen Märkte bieten diese Chance, aufgrund der möglichen Wechselkursgewinne und der positiven konjunkturellen Entwicklung.
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